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Gesunde Ernährung – ein Mittel gegen die Volkskrankheit Diabetes?

Gesunde Ernährung – ein Mittel gegen die Volkskrankheit Diabetes?

Die Stoffwechselerkrankung „Diabetes Mellitus“ ist das zentrale Thema am bundesweiten Tag der gesunden Ernährung, welcher am 7. März 2021 stattfindet. 

„In Bayern leiden nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege über eine Million Menschen an Diabetes Mellitus, umgangssprachlich Zuckerkrankheit. Der Terminus ist ein Überbegriff für verschiedene Stoffwechselstörungen, die bei Patientinnen und Patienten zu einem Mangel am Hormon Insulin oder zu einer verminderten Insulinwirkung führen“, erläutert Dr. Karl Breu, Vorsitzender des Ärztlicher Kreisverbandes Weilheim-Schongau.

Wenn kein oder zu wenig wirksames Insulin im Körper einer Person vorhanden sind, steigt die Zuckerkonzentration im Blut an. Erhöhte Blutzuckerwerte schädigen mit der Zeit die Gefäße und verschiedenste Organe. „Im schlimmsten Fall kann Diabetes koronare Herzerkrankungen oder Schlaganfälle nach sich ziehen. Auch Nieren, Augen und Nerven können geschädigt werden“, führt der Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen weiter aus. 

Die häufigste Form der Krankheit ist der sogenannte Typ-2-Diabetes, von dem ca. 9000 Landkreisbürgerinnen und -bürger betroffen sind. Typ-2-Diabetes entsteht laut Dr. Breu durch ein vermindertes Ansprechen der Körperzellen auf das in der Bauchspeicheldrüse produzierte Insulin und eine gestörte Insulinfreisetzung. Diese Störung kann sowohl durch vererbbare Faktoren, vor allem aber durch unausgewogene Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel ausgelöst werden. 

 „Eine gesunde Ernährung und das Vermeiden von Übergewicht können dazu beitragen, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen vorzubeugen sowie den Blutzuckerspiegel im Normalbereich zu halten. Sie ist deshalb für Personen mit Diabetes Mellitus ein wichtiger Therapiebaustein“, erklärt der Pollinger Mediziner. 

Dabei besteht eine gesunde, abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung primär aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, reichlich Gemüse, Salat und Obst sowie hochwertigen pflanzlichen Fetten und Ölen.

„Am besten sollten Personen mit Diabetes Mellitus für eine Ernährungsumstellung beziehungsweise -beratung ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt konsultieren“, so Dr. Breu weiter.

Neben gesunder Ernährung könnten auch ausreichend Schlaf und Bewegung sowie der Verzicht auf Rauchen und Alkohol das Risiko einer Erkrankung an Typ-2-Diabetes präventiv reduzieren.  

  

Weitere Infos erhalten Sie auf der Website des Verbands für Ernährung und Diätetik e.V. https://www.vfed.de

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Mehr als 600.000 Bayern leiden unter Seltenen Erkrankungen 

Mehr als 600.000 Bayern leiden unter Seltenen Erkrankungen 

Am 28. Februar 2021 findet der „Tag der Seltenen Erkrankungen“ statt, welcher in diesem Jahr unter dem Motto „Selten sind Viele“ steht. Seit 2008 machen zahlreiche nationale und internationale Institutionen immer am letzten Tag des zweiten Kalendermonats gemeinsam auf Anliegen und Probleme von Menschen mit Seltenen Erkrankungen (SE) aufmerksam. Ausgerufen wurde der Aktionstag ursprünglich von EURORDIS, einer nichtstaatlichen Allianz von Patientenorganisationen.

„In der Europäischen Union (EU) gilt eine Krankheit als selten, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen davon betroffen sind“, erläutert Dr.Karl Breu, Vorsitzender des Ärztlicher Kreisverbandes Weilheim-Schongau . Da es mehr als 5.000 verschiedene SE gebe, ist die Gesamtzahl der Behandlungsbedürftigen auch angesichts der Rarität der einzelnen Erkrankungen hoch. 

„Allein in  unserem Landkreis leiden etwa 6700 Menschen unter einer SE. Das sind rund fünf Prozent der Bevölkerung, jede oder jeder Zwanzigste. Das heißt im Schnitt: Ein Kind in jeder Klasse“, erklärt Dr.Breu. 

Ein bekanntes Beispiel für eine SE ist die Mukoviszidose, eine angeborene Stoffwechselerkrankung, die bereits in den ersten Lebensjahren zu Atemproblemen, Verdauungsstörungen, Untergewicht und geringer körperlicher Belastbarkeit führen kann. Zirka eines von 3.300 Kindern leidet an Mukoviszidose.

In 80 Prozent der Fälle sind SE genetischen Ursprungs, weshalb sich viele davon bereits bei der Geburt oder im frühen Kindesalter bemerkbar machen. Andere entwickeln sich aber auch erst im Erwachsenenalter. Dabei sind zahlreiche SE lebensbedrohlich oder führen zu Invalidität. „Die meisten verlaufen chronisch: Sie lassen sich nicht heilen, die Patienten sind dauerhaft auf ärztliche Behandlung angewiesen“, führt der Pollinger Mediziner weiter aus.

Der Weg zu einer Diagnose ist für Patientinnen und Patienten und ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte nicht immer einfach. Aufgrund ihrer Rarität wurden nicht wenige dieser Krankheiten von der Forschung lange Zeit vernachlässigt , weshalb man sie auch „Gesundheitswaisen“ nennt. Auch deshalb sind für viele SE noch keine wirksamen Therapien vorhanden. 

Um sich gegenseitig zu unterstützen, haben sich innerhalb der Bundesrepublik viele Betroffene in Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. Ein großer Teil dieser Organisationen ist Mitglied der „Allianz Seltener Chronischer Erkrankungen“ (Achse e.V.), die Betroffenen- und Angehörigenberatung anbietet, den Erfahrungsaustausch fördert und danach strebt, Wissenschaft und Öffentlichkeit für die Belange von Menschen mit SE zu sensibilisieren. Außerdem gibt es in Bayern an den meisten Universitätsklinika spezielle Anlaufstellen mit ärztlichem Fachpersonal, welche die Information und Versorgung von bayerischen Patientinnen und Patienten mit SE gewährleisten. 

Weitere Infos erhalten Sie auf der Website von Achse e.V.: https://www.achse-online.de/de/

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