Schlaganfall und „FAST-Test“ 

Schlaganfall und „FAST-Test“ 


Ein Schlaganfall kann jeden direkt oder indirekt treffen. Am 10. Mai 2018, dem Tag gegen den Schlaganfall, wird intensiv darüber informiert, wie wichtig eine schnelle Reaktion ist. 


„In Deutschland erleiden jährlich rund 270.000 Personen einen Schlaganfall, wobei zu 80 Prozent Menschen ab einem Alter von 60 Jahren betroffen sind“, erläutert Dr. Karl Breu, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Weilheim-Schongau. I
m ersten Jahr nach einem Schlaganfall versterben bis zu 40 Prozent der Betroffenen und etwa 64 Prozent der Überlebenden bleiben pflegebedürftig. Generell gilt der Schlaganfall als die häufigste Ursache für im Erwachsenenalter erworbene Behinderungen. Bei einem Schlaganfall verstopft oder platzt ein Blutgefäß im Gehirn oder ein Gefäß in der Halsschlag-ader, das für die Hirnversorgung zuständig ist. Somit werden die Gehirnzellen nicht mehr ausreichend versorgt und können absterben.

„Durch schnelles Handeln können wir die Folgen eines Schlaganfalls begrenzen“, erklärt Dr. Breu. Bei jedem Verdacht auf Schlaganfall sollte deshalb umgehend die Notrufnummer 112 gewählt werden. Charakteristische Anzeichen für einen Schlaganfall sind Seh- und Sprachstörungen, Lähmung und Taubheitsgefühl, Schwindel mit Gangunsicherheit und ein sehr starker Kopfschmerz. Betroffene sollten weder trinken noch Medikamente zu sich nehmen. Bei Bewusstlosigkeit sind sie in die stabile Seitenlage zu bringen. Bei Atemstillstand müssen Betroffene auf den Rücken gelegt und umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden. Mit dem „FAST-Test“ läßt sich ein Schlaganfall auch für Laien inner-halb weniger Sekunden feststellen. „FAST“ steht dabei für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit). 

  • Face: Bitten Sie die Person zu lächeln. Ist das Gesicht einseitig verzogen? Das deutet auf eine Halbseitenlähmung hin. 

  • Arms: Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden, sinken oder drehen sich. 

  • Speech: Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.

  • Time: Wählen Sie unverzüglich die 112 und schildern Sie die Symp-tome. 

Der Tag gegen den Schlaganfall soll aber auch über die Prävention von Schlaganfällen informieren, denn Experten zufolge lassen sich rund 70 Prozent aller Schlaganfälle verhindern. Der wichtigste und behandelbare Risikofaktor für das Erleiden eines Schlaganfalls ist der Bluthochdruck. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, Zuckerkrankheit und erhöhte Blutfette. Auch starkes Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum und ein konstanter Bewegungsmangel wirkten sich negativ aus und erhöhten das Risiko auf einen Schlaganfall. Weitere Infos gibt es unter www.schlaganfall-hilfe.de. 

Dr.Karl Breu 

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