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122. DEUTSCHER ÄRZTETAG IN MÜNSTER: WICHTIGE BESCHLÜSSE AUCH FÜR DAS OBERLAND

Presseinformation des Ärztlichen Kreisverbandes Weilheim-Schongau 07.06.2019

122. Deutscher Ärztetag in Münster: wichtige Beschlüsse auch für das Oberland

Der Deutsche Ärztetag (DÄT) in Münster ist zu Ende gegangen. Insgesamt 250 Abgeordnete haben zahlreiche gesundheits-, sozial- und berufspolitische Themen beraten. Mit dabei war der Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbandes Weilheim-Schongau, Dr.  Karl Breu .

Bereits am ersten Tag haben sich die Abgeordneten in der gesundheits- und sozialpolitischen Generalaussprache  mit dem kürzlich in Kraft getretenen Terminservice- und Versorgungsgesetz befasst, das auch von den meisten der 300 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im Landkreis Weilheim-Schongau kritisch gesehen wird. Vor diesem Hintergrund lehnten die Ärztevertreter die zunehmenden Eingriffe des Staates in die Arbeitsgestaltung sowie die damit einhergehende Aushöhlung der Kompetenzen der ärztlichen Selbstverwaltungsorgane ab.

Zu dem befassten sich die Abgeordneten im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas „Wenn die Arbeit Ärzte krank macht“ mit den Ursachen der zunehmenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Ärztinnen und Ärzten und forderten gemeinsam mit hochkarätigen Referenten von den Arbeitgebern im Gesundheitswesen unter anderem gesundheitsgerechtere Arbeitsbedingungen. Die Arbeitsschutzregeln müssten konsequent eingehalten und das betriebliche Gesundheitsmanagement deutlich gestärkt werden. Die zuständigen Behörden wurden aufgerufen, die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes im ärztlichen Dienst der Kliniken regelmäßig zu überprüfen, außerdem sollten Ärzte endlich von Verwaltungstätigkeiten wirksam entlastet werden.https://www.aekv-weilheim-schongau.de/5540aba1-bec4-43ab-b412-a22b04e30d22" v:shapes="officeArt_x0020_object">

im Plenunum: Dr. Karl Breu und Dr. Wolfgang Rechl, 2.Vizepräsident der Bayerischen Landesärztekammer                                                                                Foto: ÄKV Wm-Sog

Die von der Bundesregierung geplante Impfpflicht gegen Masern wird von der Ärzteschaft mit großer Mehrheit begrüßt und unterstützt. Und das Ziel eines möglichst lückenlosen Impfschutzes in der Bevölkerung zu erreichen, müsste aber nicht nur der Masernschutz, sondern der Impfschutz von Kindern und Erwachsenen insgesamt deutlich erhöht werden. Deshalb begrüßten die Abgeordneten des Ärztetages, dass zukünftig jeder Arzt berechtigt sein soll Schutzimpfungen durchzuführen und Fachärztinnen und -ärzte bei Impfungen nicht mehr an ihre Gebietsgrenzen gebunden sind. Zudem wurden alle Ärztinnen, Ärzte, Pflegende und in der Erziehung in Gemeinschaftseinrichtungen Tätigen aufgefordert, ihrem Impfstatus zu überprüfen. Das Ärzteparlament vertrat die Auffassung, dass ein vollständiger Impfschutz Teil und Voraussetzung einer professionellen Berufsauffassung ist. Dies müsste durch entsprechende gesetzliche Regelungen sichergestellt werden.

Zum neuen Präsidenten der Bundesärztekammer (BÄK) wurde  Dr. Klaus Reinhardt gewählt. Der 59-jährige Facharzt für Allgemeinmedizin tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery an , der nach acht Jahren als Präsident der Bundesärztekammer nicht mehr für dieses Amt kandidierte. Reinhardt konnte sich im dritten Wahlgang mit 124 zu 121 Stimmen gegen seine Mitbewerberin aus dem Bundesärztekammer-Vorstand, Frau Dr. Martina Wenker, Präsidenten der Ärztekammer Niedersachsen, durchsetzen.

Das vollständige Beschlussprotokoll des 122. Deutschen Ärztetages finden Sie auf der Homepage der Bundesärztekammer unter www.bundesärztekammer.de

Dr. Karl Breu

Erster Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Weilheim-Schongau 

Kontakt

Tel: 0881 / 61964
Fax: 0881 / 60005879
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Anschrift

Ärztlicher Kreisverband 
Weilheim-Schongau
 
Spitzwegstr. 11
82398 Polling